Der lange Weg V- Samson & Delilah
Back To The Roots.
Nach dieser schwerverdaulichen
Niederlage im Disco-Business
(30 000 DM in den Sand gesetzt)
richtete sich mein Schwerpunkt
an Selbstverwirklichung -
(diese Endlosschleife - fast wie von:
„Und ewig grüßt das Murmeltier“)
- wieder Richtung Band.
Wir konnten in den folgenden Jahren
der späten 80-er unsere größten
Erfolge erzielen.
Auftritte in vielen Münchner
Musikbühnen. Studioarbeiten für
Filmproduktion und eine Platzierung
in der Rundfunk Hitliste von
„Radio Gong“ mit meinem Song
„Last Night In Paradise“.
(Damals war Radio-Gong die beste
Newcomer-Plattform)
Wer sich den Titel anhören will:
You Tube - „Basement Child“
„Last Night In Paradise“.
Uralt – schlechte Qualität –
trotzdem, der Song hat was!!
Ich bin ein-zweimal kurz im Bild.
Weitere MEGA-Erfolge:
Ich lernte Lady X kennen.
Und ich konnte mich für
„kleines Geld“ als einer von drei
Teilhabern in eine bayrische
„Ausflugsgaststätte“ einkaufen.
Aber eins nach dem anderen.
Oder anders gesagt – Blenden wir für
Lady X nochmal ein paar Monate
zurück – back in time - als ich noch
stolzer Teilhaber eines halbwegs
florierenden Discothekenbetriebs war.
Lady X ist das Yang zu meinem Yin.
Sie heißt so, weil sie mir zur Kenntnis
gebracht hat, dass sie nicht möchte,
dass ich über sie schreibe. O.K.
Keine personenbezogenen Daten …
Nachdem sie aber seit jener Zeit mein
Lebensinhalt ist, mein Magnetberg,
um es mit Jim Knopf zu sagen, das
Zentrum meines Kosmos – und alles
um sie herum kreist - kann ich nicht
mehr über mich und mein Leben
schreiben, ohne sie zu erwähnen.
Vielleicht ging es auch meinem
Kollegen Marc-Uwe K. ursprünglich
so ähnlich - und er hat das Problem
mit einem Känguru gelöst. Soll ich
es mit einem allerliebsten Opossum
probieren? - Nein! - Ich versuche
das Incognito meiner Herz-Königin
mit dem Pseudonym Lady X zu
bewahren.
Und ab hier heißt sie X wie Xenia.
Mögen mir die Götter beistehen!
Es passierte im „Pimpernel“
Diesem kultigen Nachtclub im
Glockenbachviertel. Zwei Freunde
und ich besuchten mal wieder
dieses Münchner Tanzflächen-
Urgestein um richtig abzutanzen.
Hatte ich schon mal erwähnt, dass
ich in dieser Disziplin recht gut und
erfolgreich performen konnte?
Der Tanz, emotionale Eruption,
Ritual der Fortpflanzung, ist das
Äonen Jahre alte Instrument, um
potenziellen Partnern Informationen
über die eigene genetische Qualität
und Kopulationsbereitschafrt zu
übermitteln. „Hips don´t lie!“ meint
Shakira. Das hatte ich schon in
den nächtelangen, schweißtriefenden
Jahren in der „Neuen Münze“
erkannt und kultiviert.
Interesse bei den Mädels, die meine
Bewegungen scannten war der
erstrebte Preis meiner rhythmischen
Betätigung auf der Tanzfläche.
So auch an diesem erwähnenswerten
Abend im „Pimpernel“. Nur war es
diesmal ein junger Mann, der mich
ansprach.
„Hey, du kannst gut tanzen!“
Ein großer, sympathisch
aussehender Typ mit dunklen,
langen Haaren und getrimmten
Oberlippenbärtchen lud mich ein, mit
ihm an der Bar einen Cocktail zu
trinken.
Ja klar, ich wusste natürlich, dass
sich im Pimpernel schon immer auch
die Gay-Szene bewegte. Das machte
ja auch den Reiz dieses
Etablissements aus. Fassbinder,
Moroder und Freddie Mercury waren
hier Stammgäste gewesen.
Ich hatte kein Problem mit schwulen
Männern, die ich meist als kultiviert
und empfindsam kennengelernt hatte.
So zum Beispiel auch Ernesto, der
hier vor einigen Jahren als DJ
gearbeitet hatte.
Der Junge, der mich angesprochen
hatte, wirkte nett und sympathisch –
also warum nicht. Dass ich „hetero“
bin, wird er dann schon merken.
Dort angekommen stellte Armin, so
lautete sein Name, mir noch zwei
Freunde und eine Freundin vor,
Xenia.
Diese vier jungen Leute besuchten
zusammen die Fachoberschule für
Kunst und Gestaltung. Und Armin
hatte sie mit hierher geschleppt, in
sein Lieblingslokal, wofür ich ihm
heute noch zu Dank verpflichtet bin.
Denn so begegnete ich IHR.
Dem wichtigsten Menschen meines
Lebens.
Und ihr Lachen füllte den Raum, der
eben noch so gewöhnlich gewesen
war mit bunten Blumen. Der Tresen,
an dem sie saß, wurde zum
Mittelpunkt einer Zentrifuge, die
alles andere an die Wand drückte.
Ich meine damit, auch wenn noch
ein paar hundert Menschen dort
gewesen wären - alles nur Statisten -
ich hätte nur Augen für sie gehabt.
Sie war mittelgroß, schlank, hatte
dunkle, wilde Locken, die sie sich oft
mit einer automatischen wirkenden
Handbewegung aus den Augen
wischte. Sie hatte eine unglaubliche
Figur. Die absolut strahlendsten
blau-grünen Augen dieses
Universums blickten offen,
intelligent, aber scheu aus ihrem
hübschen, ebenmäßigen Gesicht.
Jugend, Optimismus,
Unsterblichkeit.
All das in ihrem Blick.
Können Sonnen und Planeten mit
ihrer schieren Masse das Raum-Zeit-
Kontinuum verformen? JA! …
Behauptet zumindest dieser Herr
Albert Einstein.
Und kann die schiere Flut von
Hormonen die Realität eines Subjekts
– beispielsweise meine Welt total
verbiegen? JA!
Behauptet an dieser Stelle der Autor.
Und so geschah es:
Alles andere -, inklusive ihrer
Freunde, meiner Freunde, meiner
Absichten, meiner Unsicherheiten,
verblassten zu Nebel.
Solltet ihr jemals so einen Moment
erlebt haben, wisst ihr wovon ich
schreibe. Ein Moment in dem alles
die Luft anhält. Ein Moment, in dem
du hörst, wie eine wichtige Weiche
einrastet und dein ganzes Streben
sich auf einen Punkt fokussiert.
ICH MUSS SIE KENNENLERNEN
Sie betrat mit mir den „Dancefloor“
und wir tanzten und lachten, waren
glücklich aneinander und küssten uns.
Wir saßen eng zusammen an der Bar
und blendeten die Umwelt komplett
aus. Armin zeigte sich darüber leicht
enttäuscht. Die heftige Reaktion, die
ihre Gegenwart auf mich ausübte
beruhte offenbar auf Gegenseitigkeit.
Ohh what a lucky man.
Ich stammelte Konversation?
(Ich besitze nicht mehr die leiseste Ahnung
was ich ihr bei dieser ersten Begegnung
erzählte),
Sie antwortete leise und höflich auf
meine Fragen und hielt den Blick oft
gesenkt. Aber nie zuvor – oder danach
habe ich jemals eine so heftige
körperliche Reaktion auf meine
Anwesenheit erlebt wie bei ihr -
an diesem unserem ersten Treffen.
Wie elektrisiert standen ihre kleinen
dunklen Härchen an den Unterarmen
immer wieder auf, des öfteren flog
ein Hauch von Röte über ihr Gesicht,
und die Spitzen ihrer aparten Brüste
zeichneten sich hart und deutlich
unter dem dünnen Stoff ihres Shirts
ab.
Ihr Körper hatte mir schon alles
verraten was ich wissen musste.
Trotzdem trug sie entschlossen und
nahezu glaubhaft eine unerbittliche
Zurückhaltung und Schüchternheit
vor sich her, die mich Respekt lehrte,
mich auf Abstand hielt und daran
hinderte, mein volles
„Heartbreaker-Programm“
abzuspulen.
Nicht einmal ihren vollen Namen,
die Adresse oder Telefonnummer
konnte ich in Erfahrung bringen.
Klar, sie wollte erobert werden und
es gehörte wohl zu ihren Spielregeln,
dass ich mich um solche Dinge eben
bemühen musste („Finden Sie es selbst
heraus! Ich habe gehört, Sie sind auf
diesem Gebiet der Beste, Mr. Marlowe!“).
O.K., Lady, dachte ich – dann spielen
wir eben nach deinen Regeln. Der
Sieger steht sowieso schon fest.
(Welch ein Irrtum! - Female Choice-
Wie dumm es doch von der Beute ist,
wenn sie glaubt, sie wäre der Jäger.)
Emil
Nach dieser schwerverdaulichen
Niederlage im Disco-Business
(30 000 DM in den Sand gesetzt)
richtete sich mein Schwerpunkt
an Selbstverwirklichung -
(diese Endlosschleife - fast wie von:
„Und ewig grüßt das Murmeltier“)
- wieder Richtung Band.
Wir konnten in den folgenden Jahren
der späten 80-er unsere größten
Erfolge erzielen.
Auftritte in vielen Münchner
Musikbühnen. Studioarbeiten für
Filmproduktion und eine Platzierung
in der Rundfunk Hitliste von
„Radio Gong“ mit meinem Song
„Last Night In Paradise“.
(Damals war Radio-Gong die beste
Newcomer-Plattform)
Wer sich den Titel anhören will:
You Tube - „Basement Child“
„Last Night In Paradise“.
Uralt – schlechte Qualität –
trotzdem, der Song hat was!!
Ich bin ein-zweimal kurz im Bild.
Weitere MEGA-Erfolge:
Ich lernte Lady X kennen.
Und ich konnte mich für
„kleines Geld“ als einer von drei
Teilhabern in eine bayrische
„Ausflugsgaststätte“ einkaufen.
Aber eins nach dem anderen.
Oder anders gesagt – Blenden wir für
Lady X nochmal ein paar Monate
zurück – back in time - als ich noch
stolzer Teilhaber eines halbwegs
florierenden Discothekenbetriebs war.
Lady X ist das Yang zu meinem Yin.
Sie heißt so, weil sie mir zur Kenntnis
gebracht hat, dass sie nicht möchte,
dass ich über sie schreibe. O.K.
Keine personenbezogenen Daten …
Nachdem sie aber seit jener Zeit mein
Lebensinhalt ist, mein Magnetberg,
um es mit Jim Knopf zu sagen, das
Zentrum meines Kosmos – und alles
um sie herum kreist - kann ich nicht
mehr über mich und mein Leben
schreiben, ohne sie zu erwähnen.
Vielleicht ging es auch meinem
Kollegen Marc-Uwe K. ursprünglich
so ähnlich - und er hat das Problem
mit einem Känguru gelöst. Soll ich
es mit einem allerliebsten Opossum
probieren? - Nein! - Ich versuche
das Incognito meiner Herz-Königin
mit dem Pseudonym Lady X zu
bewahren.
Und ab hier heißt sie X wie Xenia.
Mögen mir die Götter beistehen!
Es passierte im „Pimpernel“
Diesem kultigen Nachtclub im
Glockenbachviertel. Zwei Freunde
und ich besuchten mal wieder
dieses Münchner Tanzflächen-
Urgestein um richtig abzutanzen.
Hatte ich schon mal erwähnt, dass
ich in dieser Disziplin recht gut und
erfolgreich performen konnte?
Der Tanz, emotionale Eruption,
Ritual der Fortpflanzung, ist das
Äonen Jahre alte Instrument, um
potenziellen Partnern Informationen
über die eigene genetische Qualität
und Kopulationsbereitschafrt zu
übermitteln. „Hips don´t lie!“ meint
Shakira. Das hatte ich schon in
den nächtelangen, schweißtriefenden
Jahren in der „Neuen Münze“
erkannt und kultiviert.
Interesse bei den Mädels, die meine
Bewegungen scannten war der
erstrebte Preis meiner rhythmischen
Betätigung auf der Tanzfläche.
So auch an diesem erwähnenswerten
Abend im „Pimpernel“. Nur war es
diesmal ein junger Mann, der mich
ansprach.
„Hey, du kannst gut tanzen!“
Ein großer, sympathisch
aussehender Typ mit dunklen,
langen Haaren und getrimmten
Oberlippenbärtchen lud mich ein, mit
ihm an der Bar einen Cocktail zu
trinken.
Ja klar, ich wusste natürlich, dass
sich im Pimpernel schon immer auch
die Gay-Szene bewegte. Das machte
ja auch den Reiz dieses
Etablissements aus. Fassbinder,
Moroder und Freddie Mercury waren
hier Stammgäste gewesen.
Ich hatte kein Problem mit schwulen
Männern, die ich meist als kultiviert
und empfindsam kennengelernt hatte.
So zum Beispiel auch Ernesto, der
hier vor einigen Jahren als DJ
gearbeitet hatte.
Der Junge, der mich angesprochen
hatte, wirkte nett und sympathisch –
also warum nicht. Dass ich „hetero“
bin, wird er dann schon merken.
Dort angekommen stellte Armin, so
lautete sein Name, mir noch zwei
Freunde und eine Freundin vor,
Xenia.
Diese vier jungen Leute besuchten
zusammen die Fachoberschule für
Kunst und Gestaltung. Und Armin
hatte sie mit hierher geschleppt, in
sein Lieblingslokal, wofür ich ihm
heute noch zu Dank verpflichtet bin.
Denn so begegnete ich IHR.
Dem wichtigsten Menschen meines
Lebens.
Und ihr Lachen füllte den Raum, der
eben noch so gewöhnlich gewesen
war mit bunten Blumen. Der Tresen,
an dem sie saß, wurde zum
Mittelpunkt einer Zentrifuge, die
alles andere an die Wand drückte.
Ich meine damit, auch wenn noch
ein paar hundert Menschen dort
gewesen wären - alles nur Statisten -
ich hätte nur Augen für sie gehabt.
Sie war mittelgroß, schlank, hatte
dunkle, wilde Locken, die sie sich oft
mit einer automatischen wirkenden
Handbewegung aus den Augen
wischte. Sie hatte eine unglaubliche
Figur. Die absolut strahlendsten
blau-grünen Augen dieses
Universums blickten offen,
intelligent, aber scheu aus ihrem
hübschen, ebenmäßigen Gesicht.
Jugend, Optimismus,
Unsterblichkeit.
All das in ihrem Blick.
Können Sonnen und Planeten mit
ihrer schieren Masse das Raum-Zeit-
Kontinuum verformen? JA! …
Behauptet zumindest dieser Herr
Albert Einstein.
Und kann die schiere Flut von
Hormonen die Realität eines Subjekts
– beispielsweise meine Welt total
verbiegen? JA!
Behauptet an dieser Stelle der Autor.
Und so geschah es:
Alles andere -, inklusive ihrer
Freunde, meiner Freunde, meiner
Absichten, meiner Unsicherheiten,
verblassten zu Nebel.
Solltet ihr jemals so einen Moment
erlebt haben, wisst ihr wovon ich
schreibe. Ein Moment in dem alles
die Luft anhält. Ein Moment, in dem
du hörst, wie eine wichtige Weiche
einrastet und dein ganzes Streben
sich auf einen Punkt fokussiert.
ICH MUSS SIE KENNENLERNEN
Sie betrat mit mir den „Dancefloor“
und wir tanzten und lachten, waren
glücklich aneinander und küssten uns.
Wir saßen eng zusammen an der Bar
und blendeten die Umwelt komplett
aus. Armin zeigte sich darüber leicht
enttäuscht. Die heftige Reaktion, die
ihre Gegenwart auf mich ausübte
beruhte offenbar auf Gegenseitigkeit.
Ohh what a lucky man.
Ich stammelte Konversation?
(Ich besitze nicht mehr die leiseste Ahnung
was ich ihr bei dieser ersten Begegnung
erzählte),
Sie antwortete leise und höflich auf
meine Fragen und hielt den Blick oft
gesenkt. Aber nie zuvor – oder danach
habe ich jemals eine so heftige
körperliche Reaktion auf meine
Anwesenheit erlebt wie bei ihr -
an diesem unserem ersten Treffen.
Wie elektrisiert standen ihre kleinen
dunklen Härchen an den Unterarmen
immer wieder auf, des öfteren flog
ein Hauch von Röte über ihr Gesicht,
und die Spitzen ihrer aparten Brüste
zeichneten sich hart und deutlich
unter dem dünnen Stoff ihres Shirts
ab.
Ihr Körper hatte mir schon alles
verraten was ich wissen musste.
Trotzdem trug sie entschlossen und
nahezu glaubhaft eine unerbittliche
Zurückhaltung und Schüchternheit
vor sich her, die mich Respekt lehrte,
mich auf Abstand hielt und daran
hinderte, mein volles
„Heartbreaker-Programm“
abzuspulen.
Nicht einmal ihren vollen Namen,
die Adresse oder Telefonnummer
konnte ich in Erfahrung bringen.
Klar, sie wollte erobert werden und
es gehörte wohl zu ihren Spielregeln,
dass ich mich um solche Dinge eben
bemühen musste („Finden Sie es selbst
heraus! Ich habe gehört, Sie sind auf
diesem Gebiet der Beste, Mr. Marlowe!“).
O.K., Lady, dachte ich – dann spielen
wir eben nach deinen Regeln. Der
Sieger steht sowieso schon fest.
(Welch ein Irrtum! - Female Choice-
Wie dumm es doch von der Beute ist,
wenn sie glaubt, sie wäre der Jäger.)
Emil
