Schriftsteller | Autor

Gott und die welt

Teil X
EPILOG:

Als 1963 der erste bemannte Weltraumflug
mit dem russischen Kosmonauten
Juri Gagarin stattfand funkte dieser zur
Bodenstation, dass er nun so weit oben sei
und alles erkennen könne, aber weit und
breit - kein Gott zu sehen sei.

Purer Blödsinn! Und vermutlich von den
kirchenfeindlichen Sowjets initiiert und nicht
auf seinem eigenen Mist gewachsen.
Ich möchte hier keineswegs eine Lanze für
den Glauben brechen, jedoch scheint es
mir, als sei das Gegenteil richtig – je mehr
wir an Wissen anhäufen, um so mehr
Rätsel tun sich auf. Die Existenz oder
Nichtexistenz von Gott – in welcher
Definition auch immer – wird nicht
dadurch in Frage gestellt, dass die
Wissenschaft scheinbar, in immer mehr
Geheimnisse des Kosmos vordringt.

Scheinbar!
Und über all die Theorien sollten wir
nicht vergessen uns um uns selbst
und unsere hausgemachten Probleme
zu kümmern.

Eiszeiten, Erdbeben, Pandemien,
Kriege – nichts scheint in der Lage
zu sein die Menschheit zu stoppen.
Sterbende Wälder, Klimawandel,
ständiges Dahinschwinden von
Tierarten und andere ökologische
Katastrophen sind die Folge.
Die Wurzel allen Übels, liegt in der
ungebremsten Vermehrung der
Spezies Homo sapiens.
7,5 Milliarden Menschen und eine
rasante Populationsdynamik. Jeder
neue Mensch strebt nach Wohlstand,
Macht und Anerkennung, verbraucht
dabei Ressourcen, ernährt sich und
trägt zur Umweltverschmutzung bei.
(Ökologischer Fußabdruck)
Verschärft durch seine bloße Existenz
die Konkurrenzbedingungen
für seine
Mitmenschen und erhöht damit das
gegenseitige Aggressionspotential.

Sowohl unsere Welt, als auch unsere
Staaten betrachtet man im Holismus
als Ganzheit. Und als Ganzes sind

sie den Gesetzen von Chaos und
Ordnung verpflichtet. Dem Pendel
zwischen Auf und Ab, zwischen
Obama und Trump, Amplitude des
Wahnsinns zwischen Populismus,
Demokratie, Autokratie und Aufruhr.

Mit dem ersten Bissen vom Baum
der Erkenntnis war klar, der Mensch
wird nicht ruhen, bis er Gott
gefunden hat.
Auch wenn es ihn nicht gibt.

Welcher Art von Genesis wir auch
immer Glauben schenken, deutlich
sichtbar schwebt vor unseren
ungläubigen Augen das
„Starke Anthropische Prinzip“,
dieses Geflecht von äußerst
unwahrscheinlichen
Unwahrscheinlichkeiten
kosmischen Ausmaßes,
das seit Jahrmilliarden einen
ungeheuren Aufwand betrieben hat,
um ein ganzes Universum als Bühne
für den Auftritt des Menschen
vorzubereiten. Niemals kann es
deshalb hingenommen werden, oder
im Sinne dieses allmächtigen Prinzips
sein, dass wir die Fauna und Flora,
unsere Welt und letztlich uns selbst,
leichtfertig zerstören bevor wir unsere
Bestimmung erfüllt haben.

Da ist er wieder,
mein unerschütterlicher, ein klein wenig
mystifizierter Optimismus – und -
das ist es im Wesentlichen, was ich euch
mitteilen wollte und das ist es auch,
wie Emil die Welt sieht.

Emil